Josef Giggenbach
Bilder
Ausstellung
15.Juli bis 09. Oktober

Josef Giggenbach // Bilder

Bilder so gestochen scharf wie Fotos, und doch Gemälde. Eine perfekte Gegenständlichkeit die jedoch keinen Fotorealismus darstellt.

Josef Giggenbach entschloss sich, das „Realistische in seinen Bildern, nämlich: die Illusion von Raum zu tilgen. Seither sind sie schwarz. Product-Styling, perfekt ausgeleuchtet, sorgsam arrangiert auf dunklem Grund. Es sind keine Fotos sondern Gemälde. Und es ist kein Fotorealismus, sondern eine Kunst, deren perfekte Gegenständlichkeit zugleich tief antirealistisch, antifotographisch ist.“ Klaus J. Schönmetzler

Die Bilder von Giggenbach sind spannungsgeladen, auch wenn sie ganz ruhig daherkommen. Als Bildobjekte dienten ihm die gesamten Gebrauchsartikel in seinem Schwabinger Haushalt, Teller, Kochlöffel, Schuhe, Fahrradschläuche. So ist es nicht verwunderlich, dass auch „Eat-Art“-Bilder zu seinem Repertoire gehörten: halb leergegessene Teller auf hart monochromen Flächen. Doch der Kern seiner Werke sind Stillleben, beinahe schon klassisch. Wäre da nicht die Eliminierung des Raumes durch den völlig schwarzen Hintergrund.

Klaus J. Schönmetzler beschreibt ihn und sein Werk wie folgt: „Hier malt ein Mystiker, dem Mystik a priori nicht geheuer ist. Ein intellektueller Kopf, der durch den Weltzustand beständig an die Grenzen seines Intellekts stößt. Ein Virtuose, den die Virtuosität als Selbstzweck nicht befriedigt. Und ein Humorist, dem vor dem Echo seines eigenen Lachen fröstelt. Jeder Aporie des Malens entspricht eine seiner künstlerischen Existenz. Doch gerade das macht seine Bilder groß.“

In Zusammenarbeit mit der Galerie Creative Mind im Westend, München realisiert das Kulturbüro Isny die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Schloss in Isny. Eröffnung ist am 15. Juli um 19:30 Uhr im Refektorium des Schlosses. Zur Vernissage spricht Friedrich Hechelmann, musikalisch wird die Eröffnung von Robert Giggenbach am Flügel begleitet.


 www.isny.de

 

Künstler

Seine Biografie wollte er nie in Zusammenhang mit seinen Werken sehen. Daher findet man kaum bis gar keine Informationen zu seiner Person oder seinem Leben. Er ist 1919 in Peissenberg geboren. Ab 1949 studierte er bei Richard Ott in der „Freien Akademie“ München. Ausgestellt hat er international, in Gruppen- wie Einzelausstellungen, in München, Stuttgart, Köln, Berlin, Wasserburg und New York. Doch sein Lebensmittelpunkt war München.